Gegen Gewalt in der Familie

In Polizeiberichten finden sich fast wöchentlich Einsätze, in denen die Polizei heftige Familienstreitigkeiten schlichten muss. Doch das hilft zumeist nur in der konkreten Situation, oftmals brauchen Opfer darüber hinaus mehr Schutz und Unterstützung.

Dies bietet ein Netzwerk von Organisationen. Im Internet finden sich Ansprechpartner unter der Adresse www.gegen-gewalt-in-der-familie.de.

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Plakat - Familie stärkt

Seit 2011 steht die Homepage für von Gewalt in der Familie Betroffene im Netz. Dieses Medium ist eine zeitgemäße Plattform für Informationen und Hilfsangebote und wird besonders von jüngeren Erwachsenen, Kindern und Jugendlichen genutzt. Mit einer Plakataktion wollen Helfer und Initiatoren dieses Angebot nun präsenter machen.

Eleonore Tatge vom Präventionsteam der Polizei Lüneburg und die Gleichstellungsbeauftragte von Stadt und Landkreis Lüneburg, Christine Ullmann, haben die Aktion angeschoben. Sie hoffen, dass die Internetseite, die derzeit nur ein paar Mal am Tag und offenbar vor allem von außerhalb angeklickt wird, nun auch in der Region stärker wahrgenommen wird.

Wissenschaftlich ist belegt, dass Mädchen aus „Gewaltfamilien" zu Opfern in Beziehungen werden können und Jungen ein hohes Potential entwickeln, selbst Täter zu werden. Ziel ist es, dass potentielle Opfer sich möglichst frühzeitig Hilfe und Unterstützung holen.

Auf den Plakaten sind Finger zu sehen, welche symbolisch Situationen in der Familie darstellen sollen. Die Idee: Die Motive kommen spielerisch und nicht belehrend daher, sie spiegeln Alltägliches wider und machen auf das Internetangebot aufmerksam.

Hinter der Aktion stehen der Kriminalpräventionsrat und der ihm angegliederte Runde Tische gegen Gewalt. Das Projekt wird unter anderem von der Sparkassen-Stiftung und weiteren zahlreichen Institutionen und Personen unterstützt.

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Plakat - Familie wärmt


Hintergrundinformationen

Der Runde Tisch gegen Gewalt in der Familie ist eine Arbeitsgruppe des Kriminalpräventionsrates in Hansestadt und Landkreis Lüneburg. Folgende Institutionen sind vertreten:

Ambulanter Justizsozialdienst Niedersachsen, Ärztekammer, Amtsgericht, BISS (Beratungs- und Interventionsstelle), Diakonieverband, Frauen helfen Frauen e.V. (Frauenhaus), Gesundheitsholding Lüneburg GmbH, Gleichstellungsbeauftragte Hansestadt und Landkreis Lüneburg, Hebammenverband, Kinderschutzbund, Kirchenkreis, Jugendämter des Landkreises und der Hansestadt Lüneburg, Migrationsdienste, Opferhilfebüro, Polizeiinspektion, Staatsanwaltschaft, und Universität.

Ziel des Runden Tisches ist die Vernetzung aller beteiligten Institutionen, um die Hilfen für Betroffene von Häuslicher Gewalt zu koordinieren und zu optimieren.


Ein weiteres Ziel ist es eine breite Öffentlichkeit für dieses Thema zu sensibilisieren und Opfern Hilfs- und Unterstützungsmöglichkeiten aufzuzeigen.

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Plakat - Familie verbindet
Logo Runder Tisch gegen Gewalt in der Familie
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Imagekampagne - Familie verbindet, stärt und wärmt

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