Monat der Demokratie und Vielfalt
Antidemokratische Strömungen belasten zusehends den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Daher ist es essenziell, die Demokratie als Fundament unserer Freiheit aktiv zu verteidigen. Genau hier setzt der „Monat der Demokratie und Vielfalt“ im November 2026 an: Die Polizeidirektion Lüneburg schafft mit verschiedenen Formaten Räume, in denen Menschen zusammenkommen und über den Wert sowie die Gefährdungen unserer Grundrechte diskutieren können.
Die Veranstaltungen im Überblick:
Filmpremiere „Gedenkmarsch 2025“ – 05.11.2026, 17 Uhr, Gedenkstätte Lager Sandbostel
In Erinnerung an den Todesmarsch der KZ-Häftlinge am Ende des Zweiten Weltkriegs von Bremen-Farge nach Sandbostel fand im April 2025 ein viertägiger Gedenkmarsch statt. Vom 24. bis 27. April 2025 führte der Marsch in vier Etappen vom Denkort Bunker Valentin zur Gedenkstätte Lager Sandbostel. Carl Welsch dokumentierte die einzelnen Etappen und die Abendveranstaltungen dieses Gedenkprojekts in einem Film, der nun Premiere feiert. Um Anmeldung wird gebeten an: gedenkmarsch2025@pi-ver.polizei.niedersachsen.de
Lesung: „Klaus – noch einmal davongekommen. Eine Jugend unterm Hakenkreuz“ – 17.11.2026, 9-12 Uhr, Behördenzentrum Auf der Hude, Lüneburg
Ursula Blancke-Dau hat in einer beeindruckenden Graphic Novel die Erinnerungen ihres Vaters Klaus an seine Jugend und seine Zeit als junger Soldat verewigt. Er wurde 1944 mit 15 Jahren zur Flak eingezogen und geriet noch in den letzten Tagen des Krieges 1945 in sowjetische Kriegsgefangenschaft. Am 17. November liest sie im Saal 1 des Behördenzentrums Auf der Hude in Lüneburg aus ihrem Buch vor. Im Anschluss gibt es einen thematischen Workshop. Um Anmeldung wird gebeten an: pressestelle@pd-lg.polizei.niedersachsen.de
Vortrag: Täterschaft in der Familie am Beispiel der Polizei im Nationalsozialismus – 23.11.2026, 10-12 Uhr, Behördenzentrum Auf der Hude, Lüneburg
Erst nach dem Tod seines Vaters erfuhr Ulrich Gantz von dessen Beteiligung an den Verbrechen des Nationalsozialismus. Bei diesem Vortrag referieren Prof. Dr. Oliver von Wrochem, Vorstand der Stiftung Hamburger Gedenkstätten und Lernorte, und Ulrich Gantz, Sohn eines NS-Täters, über die Aufarbeitung nationalsozialistischer Täterschaft und deren Bedeutung für die familiäre Auseinandersetzung mit der Vergangenheit. Dabei wird insbesondere die Rolle der Polizei im Nationalsozialismus beleuchtet. Im Anschluss an den Vortrag wird eine Fragerunde eröffnet, um mit den Referenten ins Gespräch zu kommen. Teilnahme sowohl in Präsenz als auch digital möglich. Um Anmeldung wird gebeten an: pressestelle@pd-lg.polizei.niedersachsen.de